1. Damen: Nur 43 Punkte verbucht

  • 5. Februar 2022
Anna Suckstorff war wieder mit von der Partie.
Foto: Manningeaux

„Eine absolute Katastrophe“: Asil Aydin wählte schonungslose Worte für zehn außergewöhnliche Spielminuten. Nicht mehr als drei Punkte erzielten die Risterinnen im zweiten Viertel des Heimspiels gegen die ChemCats Chemnitz und ließen 25 Zähler zu. Dieses Leistungstief nach dem zweifellos annehmbaren Auftakt (16:9) war bis zum Ende der Begegnung nicht mehr auszugleichen, denn auch nach der Halbzeit fanden die Rist-Damen ihre Treffsicherheit nur allmählich wieder. Die Niederlage (43:69) gegen den neuen Tabellenführer der 2. Bundesliga Nord war auf diese Weise nicht zu verhindern.

„Im ersten Viertel lief eigentlich alles gut“

Ihm sei klar gewesen, dass es die gegenüber den Chemnitzerinnen geringere Anzahl an Ballverlusten und ein Mehr an Rebounds brauchen würde, um obsiegen zu können, so Aydin. „Wir haben leider in beiden Sachen verloren“, sagte er. „Im ersten Viertel lief eigentlich alles gut“, betonte der Wedeler Trainer und bewertete insbesondere die Verteidigung als dafür ausschlaggebend.

„Haben angefangen, Sachen zu erzwingen“

Chemnitz nahm dann taktische Anpassungen vor, habe jedoch „nicht irgendetwas ausgepackt, was uns vollkommen überrascht hat“, sagte Aydin. Er stellte einen Bruch fest, während die Sächsinnen stetig mehr Oberwasser gewann: „Wir haben das Spiel nicht gut gelesen, haben angefangen, Sachen zu erzwingen“. Das hatte zur Folge, dass sich die Zahl der Ballverluste erhöhte „und dass wir offensiv keinen Rhythmus hatten“, so Aydin.

Zwei gute Nachrichten

Der Punktgewinn war in unerreichbare Ferne gerückt, doch der Etappensieg im Schlussviertel (15:14) sorgte zumindest für einen guten Wedeler Abschluss einer zwischenzeitlich so verkorksten Partie. Dass Anna Suckstorff nach wochenlanger Verletzungspause gegen Chemnitz wieder auf dem Feld stand, stufte Aydin als „sehr erfreulich“ ein. Die Spielmacherin beging zwar schnell zwei Fouls, was sie zeitweise ausbremste. „Für Anna war es natürlich nicht einfach, nach der langen Pause zurückzukommen. Aber sie hat das gut gemeistert“, fand der Rist-Trainer.

  • SC Rist (Punkte): Höötmann (10), Suckstorff (8), Byvatov, Zimmermann (je 5), Takács (4), Hähner, Rahn, Schmalisch (je 3), Gleitsmann (2), Huber-Saffer, Jürgensen, Schuncke