1. Damen: Auf und nieder in Hannover

  • 9. Januar 2023
Foto: Manningeaux

Jan-Ove Stukenburg und seine Risterinnen mussten sich vorkommen wie in der Achterbahn. Erst bergab, dann steil nach oben, um schließlich wieder in die Tiefe zu rauschen. Oder anders ausgedrückt: Die Auswärtspartie beim TK Hannover II ging 68:77 verloren.

Die Niedersächsinnen boten auch drei Kräfte aus dem Erstligakader auf, und die trugen erheblich zu den ersten Rist-Dämpfern der Begegnung bei. „Allein die drei Spielerinnen haben uns in der ersten Halbzeit sieben Dreier ’reingeknallt“, berichtete Stukenburg. Nach sechseinhalb bestrittenen Minuten leuchtete ein Zwischenstand von 19:2 von der Anzeigetafel – Vorteil Hannover. „Wir waren einfach nicht bereit. Es sah so aus, als ob wir nicht wollten. Wir waren deutlich langsamer, sind nicht über Blöcke gegangen, wir haben uns da nicht durchgekämpft, wir haben schlecht verteidigt“, zählte er die Aspekte der Mängelliste auf.

„Kurz vor dem Ende des dritten Viertels völlig eingebrochen“

Aber seine Risterinnen dachten gar nicht daran, deshalb die Flinte ins Korn zu werfen, sondern erarbeiteten sich im zweiten Abschnitt eine zwischenzeitliche 24:23-Führung. Das gelang dank guter Verteidigungsarbeit, die wiederum als Grundlage für Korbabschlüsse diente. Nach 20 Spielminuten wiesen die Wedelerinnen gegenüber dem TK ein Minus von fünf Zählern auf.

„Kurz vor dem Ende des dritten Viertels sind wir völlig eingebrochen“, sagte er. Auch eine Auszeit und die Unterbrechung vor dem Schlussabschnitt ließen diese Entwicklung nicht abreißen. Einen 19-Punkte-Rückstand bekommen Stukenbergs Schützlinge auf diese Weise aufgebrummt. „Wir hatten Fehlpässe, haben überhastet abgeschlossen und haben gerade gegen eine Zonenverteidigung wieder nicht erkannt, wo wir lang laufen wollen. Also wieder die üblichen Fehler, die wir auch schon in den letzten Spielen hatten und die es jetzt einfach mal gilt abzustellen“, forderte er.

Die Achterbahnfahrt ein weiteres Mal umzukehren, gelang nach der neuerlichen kalten Dusche nicht mehr. „Davon kamen wir nicht mehr zurück. Wir haben uns noch mal auf neun Punkte heruntergeschraubt, aber die 19 haben wir nicht mehr wegbekommen“, sagte der Trainer.

Ihr nächstes Spiel bestreiten die 1. Damen am 21. Januar beim TuS Neukölln.

  • SC Rist (Punkte): Byvatov (24), Linke (15), Gleitsmann (13), Schwarz (8), Schuncke (6), Huber-Saffer, Schmalisch (je 1), Ehmer.