08. 02. 2026
Glückwünsche zum Klassenerhalt wollte Hamed Attarbashi am Sonnabend nicht annehmen: „Darüber reden wir nicht.“ Gratuliert werden konnte dem Trainer des SC Rist Wedel aber zu einem 93:67 (35:32)-Sieg bei den Iserlohn Kangaroos, der „verdient und am Ende auch deutlich ausgefallen“ sei, wie Attarbashi feststellte. Schon das Hinspiel hatten die Wedeler klar mit 70:52 gewonnen gegen die Sauerländer, die nun als Tabellenvorletzter sechs Punkte hinter dem SC Rist liegen. Das bedeutet: Die bisher in 20 Partien sechsmal siegreichen „Kängurus“ müssten in ihren sechs noch offenen Saisonspielen vier Siege mehr einfahren als die Wedeler in ihren sieben noch anstehenden Auftritten, um sie im Klassement der 2. Bundesliga ProB zu überholen.
Der Wedeler Tross, der mit „unsermannschaftsbus.de“ nach Iserlohn reiste, umfasste lediglich zehn Spieler, von denen Tomas Bjarkason und Lincoln Rosebush in der Vorwoche krankheitsbedingt nur einmal trainiert hatten. Dagegen konnte Kangoroos-Coach Toni Prostran erstmals in dieser Saison auf seinen kompletten Kader zurückgreifen, weshalb er zwölf Akteure aufbot.
Im ersten Viertel wogte die Partie hin und her, wobei um jeden Ball gekämpft wurde. Die Hausherren leisteten sich schon nach zweieinhalb Minuten das vierte Team-Foul. Nach zehn Minuten stand es 16:16. Im zweiten Abschnitt hatten zunächst die Hausherren Vorteile: Angeführt vom aus der Distanz sehr treffsicheren Daniel Zacek zogen sie auf 32:23 davon (15. Minute). „Gerade am Anfang sind einige wilde Würfe des Gegners in unseren Korb gefallen – aber wir haben weiter konsequent unsere Strategie verfolgt“, stellte Attarbashi fest.
Unglaublich, aber wahr: Zwischen der 15. und 23. Minute ließ die Wedeler Abwehr keinen einzigen Iserlohner Punkt zu. Derweil gelang den Gästen, die nun zunehmend ihre Größenvorteile unter beiden Körben nutzten, sowohl vor der Halbzeitpause als auch nach dem Seitenwechsel jeweils ein 8:0-Lauf. Dies bescherte ihnen nach 20 Minuten einen knappen 35:32-Vorsprung, der in der Folge noch auf 43:32 ausgebaut wurde und somit erstmals zweistellig war. „In dieser Phase haben wir den Grundstein für den Sieg gelegt, aber auch danach nicht nachgelassen“, lobte Attarbashi.
Im letzten Viertel verteidigten die Rister weiter aggressiv und trugen immer wieder schnelle Angriffe vor. Zudem glänzten die Gelb-Grünen neben ihrer Stärke bei den Rebounds – sie sicherten sich zehn Abpraller mehr als das Heim-Team – auch mit einer passablen Trefferquote. Sie versenkten 49 Prozent ihrer Würfe aus der Nah- und 40 Prozent ihrer Versuche aus der Ferndistanz – die Iserlohner kamen hier lediglich auf 28 beziehungsweise 33 Prozent. „Das war der entscheidende Unterschied zum vorherigen Spiel gegen Essen, als wir insgesamt auch gar nicht so schlecht gespielt, aber leider nicht getroffen haben“, urteilte Attarbashi.
Ein Sonderlob sprach der Trainer für Bjarkason („Er hat sensationell verteidigt.“) und Rosebush aus: „Sie haben sich in den Dienst der Mannschaft gestellt und hart gearbeitet – ich bin sehr stolz auf sie.“ Unter dem Strich sei der neunte Saisonsieg, mit dem der Anschluss an die Play-Off-Plätze hergestellt wurde, aber mit „einer starken Team-Leistung“ errungen worden, betonte Attarbashi: „Alle Spieler wollten gewinnen – wir haben von der ersten bis zur letzten Minute keine Zweifel daran gelassen, dass in diesem Vier-Punkte-Spiel für uns nur ein Sieg zählt.“
Punkte: Krause (21), Martin (17), Alegbe (11), Hoffmann (11), Müller (11), Rosebush (10), Bjarkason (7), Darren Egbe (3), Behrendt (2), Fatnassi.
Viertel-Ergebnisse: 16:16, 16:19, 17:24, 18:34.
Am kommenden Sonntag, den 15.2. um 17:00 Uhr, geht es gegen die Hertener Löwen bei uns in der Steinberghalle – an diesem Tag findet auch unser Judengtag statt, an dem alle Jugend-Teams präsentiert werden!
Gemienam werden wir die 1. Herren anfeuern... Seid dabei, let´s get loud!
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Text: Johannes Speckner, Foto: calvin.sportfotografie (auf dem Foto: Niklas Krause in Islerlohn)