Big win! – Revanche gegen Schwelm geglückt!

Auswärtssieg gegen die EB Baskets Schwelm! Nach der hohen Niederlage im Hinspiel revanchieren sich die 1. Herren mit einer starken Leistung in Schelm.

Big win! – Revanche gegen Schwelm geglückt!

22. 02. 2026

Video-Sequenzen aus dem Hinspiel „mit den 20 besten Szenen des Gegners, bei denen wir naturgemäß nicht gut aussahen“, hatte Co-Trainer Marian Schick für die Spieler des SC Rist Wedel zusammengestellt. „Das Video hat sich die Mannschaft alleine angeschaut“, berichtete Rist-Coach Hamed Attarbashi. Die Bilder verstärkten den Wunsch nach Revanche, die am Sonnabend tatsächlich gelang. Exakt 99 Tage, nachdem die Wedeler im Hinrunden-Duell ein 56:89 (30:55)-Debakel gegen die EN Baskets Schwelm erlitten hatten, gewannen sie das Rückspiel in der Kreisstadt des Ennepe-Ruhr-Kreises mit 101:95 (51:46).

„Das Hinspiel war grauenhaft“, erinnerte sich auch Attarbashi „mit Unbehagen“ zurück an den 14. November 2025. „Jetzt haben wir uns sehr gut auf den Gegner vorbereitet und in Schwelm eine hervorragende Leistung gezeigt“, erkannte der Trainer eine klare Steigerung seiner Schützlinge. Zwar gingen in der ersten Minute die Schwelmer mit 5:0 in Front, doch in der Folge kamen die Gäste immer besser in Fahrt. Nach dem 11:9, einem Dreier von Lincoln Rosebush (4. Minute), lagen sie bis in das letzte Viertel hinein durchgehend in Führung.

Diese war in der zwölften Minute sogar erstmals zweistellig (32:22). Die Wedeler glänzten in dieser Phase immer wieder mit einer aggressiven Verteidigung, mit der sie ihren Gegner zwangen, schwierige Würfe zu nehmen. Doch die Hausherren ließen sich nicht abschütteln. „Die Partie wogte immer wieder hin und her“, befand Attarbashi, dessen Schützlinge nach der Pause stark auf das Parkett zurückkehrten. So konnten sie sich beim 61:48 (23.) die höchste Führung erspielen, aber die Schwelmer hielten dagegen – und so entwickelte sich schließlich eine dramatische Schlussphase.

In dieser gingen die EN Baskets beim 83:81 (35.) erstmals seit dem Beginn der Partie wieder in Führung. Angeführt von Janne Müller und Aleksandar Postic, die viel (Wurf-)Verantwortung übernahmen, drehten die Wedeler das Ergebnis wieder zu ihren Gunsten – aber es blieb eng. 14 Sekunden vor Ultimo erreichte die Dramatik ihren Höhepunkt. Ein Fernwurf von Erik Nyberg, der vor dieser Saison nach acht Jahren bei den Itzehoe Eagles nach Schwelm gegangen war, sprang von der Korbumrandung zurück ins Feld. Anstatt zum 98:98 auszugleichen, foulte Nyberg anschließend Linus Hoffmann, der den Abpraller erobert hatte.

Der Rister Kapitän verwandelte einen von zwei Freiwürfen, was seinem Team ein beruhigendes Vier-Punkte-Polster beschwerte. In der vorletzten Sekunde versenkte Postic zwei weitere Freiwürfe, womit er den 101:95-Endstand besiegelte. Damit knackten die Gelb-Grünen erst zum zweiten Mal in dieser Saison die magische Hundert-Punkte-Marke. Dass dies gelang, lag laut Attarbashi auch an einer „Veränderung der Schwerpunkte im Training“, die der 49-Jährige wie folgt begründete: „Weil wir in der Hinrunde oft defensiv gut gestanden, aber selbst wenig Punkte erzielt haben, üben wir inzwischen vermehrt offensive Abläufe.“

Das Resultat konnte sich sehen lassen und Attarbashi stellte zufrieden fest, dass seine „sehr junge Mannschaft den offensiv wirklich starken Schwelmern hervorragend Paroli geboten“ habe. Während die Teams bei den Rebounds exakt gleichauf waren – beide Mannschaften eroberten jeweils 32 Abpraller –, zielten die Hausherren bei den Würfen aus dem Spiel heraus etwas besser. Sie versenkten 60 Prozent ihrer Nahwürfe (die Wedeler 53) und 39 Prozent ihrer Distanzwürfe (36). Dafür hatten die Wedeler bei den Freiwürfen eine bessere Trefferquote (76 gegenüber 70 Prozent), was laut Attarbashi „mitentscheidend für den Sieg war, weil es insgesamt sehr viele Freiwürfe gab“.

Dass dem Trainer das Gastspiel in Schwelm „wirklich große Freude bereitete“, lag auch daran, dass er viel wechseln konnte. Sieben der zehn Spieler im Rister Kader kamen auf mehr als 20 Minuten Einsatzzeit. Der erst 15-Jährige Danny Egbe, laut Attarbashi „der einzige JBBL-Spieler, der regelmäßig in der ProB spielt“, stand immerhin knapp zwölf Minuten auf dem Parkett. „Er hat seine Sache sehr gut gemacht“, so Attarbashi, der neben dem jüngsten Wedeler auch dem 19-Jährigen Janne Müller ein Sonderlob machte: „Es tut ihm gut, dass er vermehrt bei uns mittrainiert – und er setzt seine hervorragende Entwicklung fort.“

Punkte: Müller (27), Alegbe (19), Hoffmann (13), Martin (13), Postic (11), Rosebush (11), Darren Egbe (3), Bjarkason (2), Danny Egbe (2), Behrendt.
Viertel-Ergebnisse: 18:26, 28:25, 22:22, 27:28.

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Bericht: Johannes Speckner, Foto: (c) Manningeaux (Titelfoto: Alfa Alegbe) / N. Ziebell