Bruch nach starkem Beginn: Niederlage in Westerstede

15. 03. 2026

+ Update +

Erstmals in dieser Saison verlor der SC Rist Wedel am Sonnabend zum dritten Mal in Folge – dies hatte es letztmals im März 2025 gegeben. Nach dem 71:91 (38:34) bei den Baskets Juniors TSG Westerstede gab Rist-Trainer Hamed Attarbashi unumwunden zu: „Die individuelle Klasse des Gegners hat sich am Ende durchgesetzt.“ Vor allem gegen Jon'll Fugett, der sich zum Leidwesen der Wedeler noch nicht beim Westersteder Kooperationspartner EWE Baskets Oldenburg in der 1. Bundesliga festspielte, fanden die Gelb-Grünen kein Mittel. Der US-Amerikaner war wie schon im Hinspiel der beste Schütze der Niedersachsen.

Zunächst begann die Partie in der Westersteder Hössenhalle zäh und mit Ballverlusten sowie Fehlwürfen auf beiden Seiten. Nach zweieinhalb Minuten ohne einen Rister Punkt versenkte Al-Fayed Alegbe aber einen Dreierwurf zur 3:2-Führung. Anschließend lief es zunächst wunschgemäß für seine Mannschaft: „Wir haben gut verteidigt und vorne konstant getroffen“, zeigte sich Attarbashi zufrieden mit der Phase bis zum Ende des ersten Viertels, als ein 25:16 für die Rister auf der Anzeigetafel stand

Im zweiten Durchgang steigerten sich die Hausherren zwar schon, aber die Gäste retteten zumindest einen 38:34-Vorsprung in die Halbzeitpause. Im dritten und vierten Abschnitt gelang den Wedelern nicht mehr allzu viel, was Attarbashi wie folgt kommentierte: „Wenn es schief läuft, läuft bekanntlich alles schief.“ Beim 44:42 lagen die Westersteder erstmals seit ihrem 2:0 aus der zweiten Minute wieder in Führung (26. Minute), die sie sich in der Folge auch nicht mehr nehmen ließen.

Während die Gäste „selbst einfachste Würfe nicht im Korb unterbrachten“, wie ihr Coach es ausdrückte, waren die Niedersachsen selbst bei äußerst schwierigen Versuchen erfolgreich. Der Negativserie zum Trotz sei die Stimmung im Team „nicht im Keller“, versicherte Attarbashi, bevor der Rister Tross mit zwei Kleinbussen die gut 200 Kilometer lange Heimreise antrat. 

Erfreulich aus Rister Sicht war, dass Paul Mellentin, der erst drei Tage zuvor gegen die TSV Neustadt Temps Shooters (72:82) sein viereinhalb-minütiges Debüt in der 2. Bundesliga ProB gegeben hatte, nun schon knapp zwölf Zeigerumdrehungen auf dem Parkett stand. Dabei erzielte der 16-Jährige auch seine ersten vier ProB-Punkte, indem er sowohl zwei Freiwürfe als auch einen Korbleger versenkte. „Paul hat seine Sache wirklich gut gemacht“, lobte Attarbashi den jungen Centerspieler. Ein weiteres Sonderlob wollte der Coach nicht verteilen.

Ebenfalls positiv: Weil der RSV Eintracht Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf (kurz „TKS 49‘ers“) am Sonntag den TSV Neustadt Temps Shooters mit 94:101 nach Verlängerung (82:82, 45:55) unterlag, hat der SC Rist den Klassenerhalt – und damit das offizielle Saisonziel – endgültig sicher. Und stand jetzt wären die Rister als Tabellen-Achter sogar für die Play-Offs qualifiziert, weil sie den Direktvergleich gegen die punktgleichen Rostock Seawolves Academy für sich entschieden.

„Wir haben jetzt noch zwei Spiele, die wir positiv gestalten wollen“, betonte Attarbashi. Sollte dies gelingen, wäre sehr wahrscheinlich auch die Play-Off-Qualifikation in trockenen Tüchern – einzig, wenn es zu einem Dreiervergleich mit Rostock und Neustadt kommen sollte, würden die Rister in diesem Fall noch auf Rang neun abrutschen. Vielleicht ein gutes Omen: Vor Jahresfrist gewannen die Rister, nach zuvor sogar vier Niederlagen in Folge, ihre letzten beiden regulären Saisonspiele.

STATISTIK: Wurde aufgrund eines defekten Scoutings in der Hössensporthalle nicht korrekt übermittelt.

Bericht: Johannes Speckner, Foto: (c) Manningeaux (auf dem Bild: Alfa Alegbe)