Enttäuschende Niederlage im Wiederholungsspiel

27. 03. 2026

Große Enttäuschung statt großer Schritt in Richtung Play-Off-Qualifikation in der 2. Bundesliga ProB. Am Donnerstagabend verlor der SC Rist Wedel das Wiederholungsspiel gegen den RSV Eintracht 1949 Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf mit 73:94 (37:47). „Es gibt so Tage, an denen nichts gelingt – und heute hatten wir leider so einen Tag“, gab Rist-Trainer Hamed Attarbashi zu.

Nach dem am vergangenen Sonnabend erfolgten Abbruch des ersten Duells, in dem bei Lincoln Rosebushs Dunking zur Wedeler 23:21-Führung ging nach elf Minuten und acht Sekunden die Korbanlage kaputtgegangen war, hatte die Spielleitung der 2. Bundesliga GmbH ein Wiederholungsspiel beschlossen. Dieses begann zunächst so, wie die erste Partie aufgehört hatte: Mit zwei Korblegern von Rosebush, die eine 4:0-Führung ergaben.

Dann waren aber auch die Gäste in der Partie angekommen. Obwohl sie sportlich bereits abgestiegen und alles andere als begeistert davon waren, zum zweiten Mal innerhalb von sechs Tagen die 320 Kilometer lange Anfahrt nach Wedel absolvieren zu müssen, hatten sie mehrere Fans mit in die Steinberghalle gebracht – und wehrten sich nach Kräften. Trotzdem führten die Hausherren nach zehn Minuten knapp, ehe „im zweiten Viertel der Faden riss“, wie Attarbashi zugab.

Während die Gäste aus Brandenburg „selbst unfassbar schwierige Würfe versenkten“, wie Attarbashi den Gegner lobte, sprangen seien der Wedeler Versuche, „die eigentlich schon drin waren, wieder aus dem Korb herausgesprungen“, so Attarbashis Formulierung. In Zahlen ausgedrückt: Die TKS 49‘ers versenkten mehr als jeden zweiten ihrer Feldwürfe, nämlich 17 von 31 aus der Nah- und 16 von 32 aus der Ferndistanz. Die Wedeler dagegen verwandelten im Schnitt lediglich jeden dritten Feldwurf: 16 von 35 ihrer Zweier- und nur acht von 38 Dreierwürfen landeten im Korb.

Auch an der Rückwärtsbewegung seiner Schützlinge hatte Attarbashi etwas auszusetzen: „Wir haben nicht konsequent genug verteidigt, was dem Gegner immer wieder leichte Fastbreak-Punkte ermöglicht hat.“ 16 waren es am Ende, während die Wedeler in dieser Bilanz auf elf kamen. Trotz Rebound-Überlegenheit – die Gelb-Grünen eroberten 41 Abpraller, ihr Gegner 37 – wuchs der Rückstand immer weiter an. Ein 9:0-Lauf der TKS 49‘ers (38. Minute)  bedeutete bereits eine Vorentscheidung.

Eine Aufholjagd wie am Sonnabend, als sie einen anfänglichen 0:12-Rückstand gedreht hatten, vermochten die Wedeler dieses Mal nicht hinzulegen. Hinzu kam, dass eigentliche Leistungsträger dieses Mal nicht durchgehend präsent waren. Janne Müller, in den Vorwochen oft bester Punktesammler, gelang kaum etwas. Und Niklas Krause war zwar mit 23 Punkten der beste Wedeler Schütze, tauchte zwischendurch aber ebenfalls ab.

Von „ einem insgesamt enttäuschenden Auftritt“ sprach Attarbashi, der feststellte „Das passt zu unserer schwierigen Auf- und Ab-Saison.“ Diese könnte für den SC Rist am Sonnabend, 28. März, mit dem letzten regulären Spieltag ihr Ende finden. Die Play-Off-Qualifikation würde nur gelingen, wenn die Wedeler selbst beim SC Rasta Vechta II ihren zwölften Saisonsieg feiern und zeitgleich auch die Rostock Seawolves Academy (gegen die Dragons Rhöndorf) sowie die TSV Neustadt temps Shooters (gegen die Itzehoe Eagles) gewinnen. 

Punkte: Krause (23), Rosebush (18), Hoffmann (12), Martin (6), Alegbe (3), Behrendt (3), Müller (3), Postic (3), Darren Egbe (2), Bjarkason, Mellentin.
Viertel-Ergebnisse: 22:19, 15:28, 19:18, 17:29.

Bericht: Johannes Speckner, Foto: (c) Manningeaux (Auf dem Foto: Niklas Krause, der eine starke persönliche Leistung brachte mit 23 Punkten, 5 Assists, 7 Rebounds und 5 Steals!)