26. 03. 2025
Der Taschenrechner muss bemüht werden, um im Zahlenwerk der 2. Bundesliga ProB nachzuvollziehen, dass der SC Rist Wedel dem derzeitigen Tabellenstand nach die Play-Offs erreichen würde. Denn im Direktvergleich der vier Teams, die aktuell mit jeweils 22 Punkten gleichauf sind, haben die Rister zwar das Nachsehen gegen die ETB Miners aus Essen – aber sie haben die Nase vorne gegenüber den EN Baskets Schwelm, die sie im Hin- und Rückspiel schlugen. Allerdings sind in der regulären Saison noch drei Spieltage offen, an denen im enorm engen Klassement viel passieren kann.
Mit reichlich Zahlen musste sich in den vergangenen Wochen und Monaten auch der Vorstand des SC Rist Wedel beschäftigen, und zwar in Bezug auf die Finanzierung der neuen Beleuchtungsanlage für die Steinberghalle. Nun konnte Andrea Koschek, die 1. Vorsitzende des Vereins, den Spielern einen zusätzlichen Anreiz präsentieren, die Play-Offs zu erreichen: „Sollten sich unsere 1. Herren für die Play-Offs qualifizieren, würde das erste Achtelfinal-Heimspiel Ende April bereits mit neuer Beleuchtung stattfinden.“
Denn den Einbau der neuen Beleuchtung inklusive DALI-Steuerung – dies ist ein System, mit dem das Licht sowie alle Komponenten einer Beleuchtungsanlage einzeln angesprochen, gesteuert und ausgewertet werden können – nimmt die Wedeler Firma Langbehn Elektrotechnik in Schleswig-Holsteins Osterferien (11. April bis 25. April) vor. Somit wird der Schulsportunterricht des Johann-Rist-Gymnasiums nicht eingeschränkt. „Bereits Anfang Mai müssen wir dann die Rechnung über 55.500 Euro begleichen“, erklärte Koschek.
Alle Rister Verantwortlichen und Spieler sind ebenso begeistert wie dankbar, dass mit Stand vom 24. März schon sagenhafte 33.000 Euro (!) durch Spenden, die im Rahmen der Spendenaktion „Lights On“ getätigt wurden, gegenfinanziert werden können. „Mit diesem Ergebnis sind wir sehr zufrieden“, betonte Koschek, die mit ihren Vorstandsmitstreitern zudem Fördergelder beim Landessportverband Schleswig-Holstein (LSV) beantragte. Eine Antwort aus Kiel steht allerdings noch aus.
In diesem Zusammenhang erklärte Koschek auch noch einmal, weshalb als Spendenziel der Kampagne 65.000 Euro ausgerufen wurden. „Neben den 55.500 Euro, die demnächst für die Beleuchtung inklusive deren Steuerung und TÜV-Abnahme anfallen, müssen wir beim Start der Hallensanierung die Kosten für den Aus- und Einbau sowie die Einlagerung der Beleuchtung in Höhe von rund 10.000 Euro übernehmen.“ Weil hierfür der Zeitpunkt aber noch „sehr ungewiss ist“, so die Vorsitzende, sei diese Finanzierung „erst einmal zurückgestellt worden“.
Die Spendenaktion läuft unbefristet bis zum Sommer weiter. „Aber wir wollen jetzt noch einmal alle Kräfte mobilisieren, um die Lücke möglichst klein werden zu lassen“, betonte Koschek, weshalb bei „Lights On“ nun eine Art „Schlussspurt“ ansteht. Fakt ist: Ohne Fördergelder vom LSV beträgt die Differenz der bisher zusammengekommenen Spenden zu der Summe, die der Verein Anfang Mai überweisen muss, laut Kopfrechnung wie Taschenrechner exakt 22.500 Euro.
Bericht: Johannes Speckner